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Utzenfeld erlebt grandioses Blasmusikfest

Der Musikverein Utzenfeld feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsfest /Partynacht, Blasmusikwettstreit und Brauchtumsumzug.

Von Freitag, 7. Juni, bis Montag, 10. Juni, feierte der Musikverein Utzenfeld sein 100-jähriges Bestehen mit einem Festprogramm, das für jeden Geschmack etwas bieten soll.

Am Freitagabend begann im Festzelt eine Hot Summer Dance Night für alle Jungen und Junggebliebenen mit der Coverband Wilde Engel. Mit einem Repertoire aus Rock, Pop, Schlagern und Oldies haben sie das Utzenfelder Festzelt erbeben lassen.

"Wer bläst eigentlich besser? Männer oder Frauen?" lautete die Frage eines Wettbewerbs am Samstagabend. Seit es Blasmusik gibt, beschäftige sich so ziemlich jeder Musiker mit diesem bis dato "ungelösten Geheimnis", waren sich die Verantwortlichen des Musikvereins Utzenfeld sicher. Da lag es natürlich auf der Hand, ein wenig Pionierarbeit zu leisten
und dem Problem auf den Grund zu gehen. Sie beschlossen, zum Jubiläum einen Wettbewerb zu installieren, der Antworten liefern sollte. Also wurden interessierte Musikerinnen und Musiker gesucht, die Lust auf gute Laune hatten.

Über 100 hatten sich gemeldet, rund 50 Frauen und rund 50 Männer. Angeführt von Edgar Kaiser aus Bad Säckingen machten sich zunächst die Mannsbilder daran, die Vorgaben der Veranstalter umzusetzen. Sie spielten "Wir Musikanten", das "Hoch Badner Lied" und den böhmisch-mährischen Gassenhauer "Auf der Vogelwiese". In umgekehrter Reihenfolge wagten sich dann auch ihre weiblichen Pendants unter Leitung der Zeller Dirigentin Sabine Rudiger an diese Stücke. Fehlende Puste glichen die Mädels in ihren Dirndln locker aus mit optischen Eindrücken, die das Publikum, das die Beiträge mit entsprechendem Schallpegel zu honorieren hatte, nachhaltig auf ihre Seiten zog.

Mit unglaublich hohen Dezibel-Werten ließen sie ihren männlichen Kollegen keine Chance. Nach etwas über einer Stunde schweißtreibenden Vergnügens stand jedenfalls des Rätsels Lösung auf der multimedialen Leinwand. Und Matthias Vogt, der aus Rundfunk und Fernsehen bekannte Moderator, der vielleicht eine kleine Prise zu viel moderierte, konnte verkünden: "Die Frauen verstehen ihr Handwerk besser".

Ob der Musikverein damit allerdings sein Ziel tatsächlich erreicht hat, "das Geheimnis für allemal zu klären?" Auch Stefanie Ginzky, die Vorsitzende des Musikvereins Utzenfeld, war sich da trotz des überzeugenden Sieges ihrer Geschlechtsgenossinnen sicher nicht ganz so sicher. Felsenfest überzeugt dagegen war sie davon, mit ihrem Team
vor drei Jahren die absolut richtige Entscheidung getroffen zu haben, als es darum ging, in welcher Art und Weise das Jubiläum zu feiern wäre. "Nach drei Jahren Planung bin ich stolz und glücklich, dass ich heute hier stehen und Sie
begrüßen darf", freute sie sich.

"Utzenfeld bebt", hatte der Musikverein versprochen, als er die Festzelt-Fete zum 100.Geburtstag ankündigte. Und was soll man sagen: Das Dorf erlebte von Samstag auf Sonntag eine Vollgasnacht in Tracht mit den "Lederrebellen". Kaum jemand saß noch, als die neun Jungs aus dem Schwäbischen, die unter anderem auch auf dem Cannstatter Wasen Party machen, mit ihrer schmucken Sängerin für Stimmung sorgten. Ein Hauch des schwäbischen Volksfestes, oder besser ein ordentlicher Sturm fegte durchs Festzelt des Musikvereins. Die Vollblutmusikanten aus dem Raum Ulm hatten "ein volles Zelt und ausgelassene Stimmung bis tief in die Nacht" versprochen. "So etwas", kündigten sie an, "gibt es nur bei den Lederrebellen". Und sie sollten Recht behalten. Hinter einer Wand künstlichen Bühnennebels waren jedenfalls ausnahmslos zufriedene Gesichter auszumachen. Ganz im Sinne des Musikvereins, der auch im Zusammenhang mit dem
"Blas"-Musikwettstreit betont hatte: "Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen oder perfekt zu spielen. Sondern vielmehr darum, gemeinsam Spaß und super Gaudi zu haben."

Der Sonntagmorgen begann mit einem Gottesdienst im Festzelt, der durch den Musikverein Steißlingen musikalisch umrahmt wurde. Höhepunkt des Festes war der Brauchtumsumzug. Mehrere Musikkapellen, Trachten- und Brauchtumsgruppen haben das Publikum am Straßenrand unterhalten. Nach dem Umzug wurde den Festbesuchern ein abwechslungsreicher Blasmusiknachmittag geboten.

Beim Handwerkerhock am Montagnachmittag haben die Jugendkapelle der Bergmannskapelle Wieden, der Musikverein Bernau, die Trachtenkapelle Todtnauberg und die Trachtenkapelle Brandenberg das Fest mit einem bunten Melodienreigen ausklingen lassen.

Bild: Die Aktiven des Musikvereins Utzenfeld

 

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